Du hast viele Aufträge, aber dir fehlen die richtigen Mitarbeiter?

Sicher kennst du diese Gedanken – ganz egal, in welchem Handwerk du unterwegs bist. Auch ich höre oft ähnliche Aussagen. Das Problem dabei: viele Handwerksbetriebe wünschen sich oft möglichst schnell Fachkräfte, damit sie die Aufträge auch abarbeiten können. Entsprechende Zeitungsanzeigen zum Beispiel zeigen dabei meist nicht die erhoffte Wirkung.
Leider gibt es oft noch ein ganz anderes Problem: es gibt einfach keine Gesellen, Meister und sonstige Fachkräfte im Handwerk, die zu haben wären! Kein Wunder, denn innerhalb von 20 Jahren sind die Lehrstellen um fast die Hälfte gesunken. (> siehe Blogartikel: „Warum sollte ich Handwerker werden?“)

Woher sollen also neue Fachkräfte kommen? Ist es angesichts dieser Tatsache überhaupt noch möglich aktiv etwas zu machen? Ja!

In diesem Blogartikel möchte ich dir trotz dieses Problems drei Schritte aufzeigen, die dir helfen werden, genau die richtigen Mitarbeiter für deinen Betrieb zu generieren und dauerhaft zu halten.

Sei authentisch und zeige es der Welt!

Mittlerweile ist es nicht mehr neu, dass die neuen Medien im Alltag mit zum Leben dazu gehören. Ob Facebook, Instagram oder YouTube: auf allen diesen Kanälen kommunizieren mittlerweile sehr viele Unternehmen und bauen so ihr Vertrauen und Ihre Kundenzufriedenheit auf. Daher: nutze auch du diese Plattformen, um deine potentiellen Auszubildenden anzusprechen. Während allerdings für viele Jugendliche Facebook „out“ ist, tummeln sie sich lieber z.B. auf Instagram. Dort kannst du in wenigen Schritten dein eigenes Instagram-Profil erstellen und deine 60-sekündigen Videos posten.

Tipp: Denke einen Schritt voraus und gestalte die Filme so, dass du quasi eine „Instagram-Fassung“ für eine Art „Appetitmacher“ (Teaser) erstellst, die dann zum kompletten Film auf deine Website führt.

Zeige dich ganz persönlich und echt. Deine Zuschauer merken, wenn du ihnen etwas vormachst. Daher zeige ihnen nicht einen Betrieb, der in Wirklichkeit ganz anders ist. Filme dich eher bei deiner Arbeit und zeige, was du wie genau machst. Erzähle deiner Zielgruppe auch, wofür du den Job machst. Gerade wenn es ein Knochenjob ist, dann zeige und sage es auch im Film, was dich tagein und tagaus an deiner Arbeit begeistert! Wichtig ist, dass du dich nicht verstellst. Dein großer Vorteil gegenüber anderen Berufszweigen ist, dass das Handwerk dankbare Bildmotive für Filme bietet, weil du einfach viel zeigen kannst!

Gehe auf die jungen Menschen In der Berufsorientierung ein

Gerade im Alter zwischen 13 und 16 Jahren sind viele Jugendliche in der Berufsorientierungsphase. Dabei sind sie meist noch orientierungslos oder haben keine Idee, was sie beruflich machen möchten.
Oft ist es so, dass ihnen akademische Berufe und Studiengänge schmackhaft gemacht werden. Genau da kannst du punkten: nutze diese Chance zu deinem Vorteil, in dem du ihnen deine spannenden und authentischen Videos aus deinem Unternehmen zeigst. Gehe in die Schulen, stelle dein Handwerk vor und zeige es ihnen praktisch in attraktiven und kurzen Videos.

Tipp: Sofern die Schule und die Eltern ihr schriftliches Einverständnis gegeben haben, kannst du die Schüler auch befragen – mit deinem Smartphone ;-). So hast du schon einmal direkten und persönlichen Kontakt zu deiner Zielgruppe, lernst sie kennen und baust Vertrauen auf.

Mache Lust auf dein Handwerk!

Zeige, was dich selbst begeisterst! Werbe für deinen Job und (vorerst) nicht für dein Unternehmen. Nehmen wir mal den KFZ-Mechatroniker als Beispiel. Vielleicht ist es das „Herumtüfteln“ und Schrauben am Fahrzeug, was ihn antreibt oder wo er in eine andere Welt abtauchen kann. Das klingt jetzt vielleicht etwas überzogen, aber auch bei dir ist sicher das gewisse „Etwas“, vielleicht aber auch ein Moment oder eine besondere Geschichte.

Zeige die Tätigkeiten, die dir wirklich viel Spaß machen. Und wenn es mehrere verschiedene Arbeiten sind umso besser! Denn dann kannst du gleich eine Serie entwickeln und durch deinen eigenen Videoblog deine zukünftigen Azubis am Ball halten und gewinnen 😉

Tipp: Stelle dich als Experten in deiner speziellen Leidenschaft dar. Vielleicht ist es beim KFZ-Mechatroniker die Art und Weise, wie der Zahnriemen ausgetauscht oder der Ölwechsel beim Automatikgetriebe vorgenommen wird. Zeige das und fange im Idealfall noch eine Kundenstimme über die Zufriedenheit deiner Arbeit ein. Das stärkt die Glaubwürdigkeit und baut Vertrauen auf.

Fazit

Heute ging es ganz viel um dich persönlich: deine Arbeit und das, was dich daran begeistert. Denn das ist es, was die jungen Menschen auch sehen wollen: „wer ist mein zukünftiger Chef?“

Nimm dir am besten heute noch einen Zettel und schreibe erst mal auf, was dich wirklich begeistert. Dann hast du schon einmal eine prima Vorlage für deine Videos und kannst gleich starten. Wichtig ist mir, dass dir meine Anregungen helfen und dass du ins Handeln kommst.

Wenn du Anregungen, Fragen oder Wünsche hast, hinterlasse mir gerne einen Kommentar und gib mir einen Daumen hoch, wenn dir der Artikel gefallen und geholfen hat.

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