So wird das Handwerk in deinem Betrieb attraktiv für Jugendliche

Motivation Handwerk bewegt Betriebe dazu, ihren Handwerksberuf filmisch zu präsentieren, damit sich potentielle Azubis für das Unternehmen und den Beruf interessieren. Und dabei ist nicht die Rede von aufwendigen Imagefilmen mit hohem Budget. Das wirkt sicher beruhigend oder?
Klar, auch ein werbender Imagefilm wäre sicher sinnvoll, aber in erster Linie geht es mir darum, dass du mit deinen filmischen Möglichkeiten neue Azubis für dein Handwerk begeisterst.

In diesem Blogbeitrag möchte ich dir einen praktischen Weg aufzeigen, mit dem du mit deinem Smartphone oder deiner Videokamera das entscheidende Bild, die entscheidende Szene einfängst, mit der du junge Menschen fesselst. Außerdem gebe ich dir Profitipps an die Hand, damit du mit ein paar einfachen Kniffen der Filmkunst noch mehr punktest.

Also, lass und starten!

Die ersten Sekunden sind entscheidend!

Gerade bei der jungen Generation, die mit YouTubern groß wird, sind die ersten Sekunden eines Films entscheidend, ob sie dranbleibt oder wegklickt. Und darum solltest du gerade diesen Moment nutzen!

Suche dir einen Eyecatcher, etwas, das dem Betrachter in die Augen springt und hängenbleibt – es sollte so spannend wie möglich sein! Gehe dabei wie folgt vor:

1. Lass dich inspirieren und arbeite mit Symbolbildern! Gehe durch deine Firma oder über deine aktuelle Baustelle und schau nach interessanten Gegenständen, die unmittelbar mit deiner Tätigkeit zu tun haben: Hammer, Säge, Schere, Bohrmaschine, Knetmaschine, Messinstrumente usw. – das Handwerk hat da ja zum Glück viel zu bieten ;-)! Sieh dir auch mögliche Orte an (sofern möglich), die du mit diesen Gegenständen verbindest. Hier zeige ich dir einmal den Anfang aus einem Recruiting-Imagefilm als kleine Anregung, den ich für einen Kunden produziert habe:

Das Augen aufschlagen, Fernsehen, Handy spielen, fragende Blicke, Langeweile auf dem Sofa zeigen das, was der jungen Frau gerade durch den Sinn kommt. Und dann die Aufforderung des jungen Mannes: „Mensch, mach doch was Sinnvolles!“ Der Kunde hat damals diese von zwei Filmideen gewählt, weil eine Geschichte erzählt wird.

2. Erzähle eine Geschichte! Das ist das A und O erfolgreicher Filme. Vielleicht fällt dir jetzt sofort eine Geschichte zu diesen Gegenständen ein, die deine Botschaft vermitteln und die du möglichst simpel umsetzen kannst? Gibt es eine Anekdote, einen Aha-Moment aus deiner Praxis oder vielleicht auch eine brenzliche Situation? Wenn du nicht weiterkommst, frage einen Kollegen oder Freund. Und überhaupt: beziehe deine Mitarbeiter mit ein und mach es möglichst einfach. Du brauchst in diesem Schritt keine komplizierten Inhalte. Es geht hier vielmehr um etwas Action und darum, einen „Knalleffekt“ zu kreieren, der nicht erwartet wird.

3. Sorge für ein spannendes Bild! Ich arbeite sehr gerne mit Detail-Kameraeinstellungen und verstärke so die Spannung der jeweiligen Szene. Wenn du also deine „Story“ gefunden hast, versuche mit deinem Smartphone einen Bildausschnitt zu wählen, der das Motiv möglichst groß abbildet.

Dazu ein fiktives Beispiel:

Das Smartphone fängt einen Backstein ganz groß, etwas untersichtig (wirkt mächtiger, größer, bedrohlicher) und bildfüllend ein. Nun kommt eine Hand und greift danach. Im Folgebild sieht man quasi aus der Sicht des Backsteins, der mit zwei Händen getragen wird, den Weg zum Ziel: er stellt den letzten Stein dar, der für den Bau eines Hauses gebraucht wird. Dabei ist das Handy mit Klebeband oder eine Klemme so präpariert, dass es nicht herunterfallen kann. Der Backstein wird nun – zusammen mit dem Handy – an einen Kollegen übergeben, der in die Kamera lächelt und weitergeht. Das kann jetzt noch wie eine Art Kette weitergeführt werden, bis kein Mitarbeiter mehr da ist. Der letzte Mitarbeiter blickt lächelnd in die Kamera: „Hey, wir brauchen dich!“ Im nächsten Bild sieht man die Lücke einer Mauer. Der Chef blickt durch die Lücke direkt in die Kamera: „Du siehst: es macht total Sinn, wenn du bei uns vorbeischaust!“ o.Ä.

Das ist nur ein grobes Beispiel, man müsste daran noch feilen;-) Aber du siehst: man darf ruhig ausgefallen sein, etwas übertreiben und mit Humor arbeiten. Mit sehr einfachen Mitteln gelingen dir so auch für dein Handwerk spannende und lustige Filme, die auf unterhaltsame Weise die Azubigewinnung in deinem Unternehmen vorantreiben werden!

4. Überrasche deine potentiellen Azubis in deinem Film!

Wenn wir uns noch einmal das Beispiel vom Maurer anschauen, sind folgende Überraschungen eingebaut:

1. Der Anfang: der Stein wirkt durch die untersichtige Kameraeinstellung mächtig und die dazukommende Hand tut ihr übriges ;-). Das sorgt für einen ersten Spannungsmoment.

2. In der daraufhin folgenden kausalen Kette von „Weiterreichungen“ können weitere Überraschungen eingebaut werden. Außerdem bildet dies den roten Faden der Geschichte und sorgt dafür, dass der Betrachter wissen will, wie es weitergeht.

3. Wenn der Firmeninhaber dann am Schluss plötzlich durchs Fenster in die Kamera schaut, wirkt das zum einen lustig, zum anderen ist es wieder etwas, was der Zuschauer nicht erwarten wird.

Fazit

Mache dein Unternehmen und deinen Beruf mit unterhaltsamen Filmen attraktiv! Ich hoffe, du hast gesehen, dass das weder mit einem hohen Budget noch mit enorm viel Zeit verbunden werden muss. Das Wichtigste ist erst einmal die Idee und die Geschichte, die du erzählen willst, damit du die richtigen Azubis für deinen Betrieb magisch anziehst. Dabei wünsche ich dir viel Erfolg!

Wenn du Fragen dazu hast oder vielleicht auch Anregungen, dann schreibe mir gerne einen Kommentar.

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